Gelungene Abschnittsübung im Lienzer Talboden

Die Feuerwehr Dölsach unter Kdt. Georg Pedarnig bereitete am Abend des 22. September eine spannende Abschnittsübung im Klärwerk Dölsach vor. Drei Szenarien- Brand der Rottehalle infolge eines technischen Gebrechens einer Aufbereitungsmaschine, Höhenrettung eines verunfallten Arbeiters vom Faulturm und die Suche nach zwei vermissten Technikern in den stark verrauchten unterirdischen Verbindungsgängen- mussten abgearbeitet werden.

Zum Ablauf: Nach Alarmierung der FF- Dölsach mittels Kommandoschleife und erster Gefahreneinschätzung am Einsatzort forderte der Kommandant unverzüglich weitere Hilfskräfte aus dem Abschnitt Lienzer Talboden an. Der sich ausbreitende Brand der Rottehalle erzeugte eine enorme Hitzeabstrahlung, die eine Gefährdung des angrenzenden riesigen Methangastanks nach sich zog. Mit vereinten Kräften, drei TLF’s, gespeist von drei Tragkraftpumpen an der Drau, konnte binnen kürzester Zeit eine Kühlung des Gastanks erzielt, sowie die Brandentwicklung eingedämmt werden.

Währenddessen verunfallte ein am Faulturm beschäftigter Arbeiter und stürzte aus große Höhe ins Sicherheitsseil. Da die FF- Dölsach über keine besonderen Rettungsgeräte für die Höhenbergung zur Verfügung hat, musste das alarmierte Höhenrettungsteam der Betriebsfeuerwehr Liebherr diese Bergung vornehmen, was ihnen auch sehr professionell gelang.

Im dritten Szenario wurde angenommen, dass es in den weit verzweigten unterirdischen Räumen zu einem Kurzschluss mit starker Rauchentwicklung infolge von Revisionsarbeiten gekommen war und zwei Techniker abgängig waren. Sehr herausfordernd stellte sich demnach die Bergung der Verletzten durch die Atemschutztrupps dar. Wo gehe ich hin, wie weit sind die Verletzten vom Eingang entfernt, welche Gefahren lauern, - das waren Herausforderungen die zu bedenken und zu bewältigen waren.

Da in einem Klärwerk zudem immer die Gefahr von Gasaustritt (Klärgase) zu beachten ist, kam bei dieser Übung auch das GGF-Lienz mit dem Gasmesstrupp zum Einsatz.

Insgesamt waren 121 Feuerwehrleute aus allen 9 Feuerwehren des Abschnittes Lienzer Talboden, die BTF-Liebherr, das KDO Lienz als Beobachter und die Bezirkszentrale Lienz, welche die Alarmierung durchführte, eingebunden.

Bei der abschließenden Übungsbesprechung lobten Abschnittskommandant Harald Draxl und Bezirksfeuerwehrinspektor Franz Brunner die Vorbereitung und Abwicklung dieser Abschnittsübung. Sie gaben zu bedenken, dass bei dieser Größenordnung eines Einsatzes eine Splittung der Einsatzszenarien funktechnisch sinnvoll sei und die Informationen in der Einsatzleitung wieder zusammengeführt werden sollten.

 Abschnittsübung Lienzer Talboden Atemschutztrupps beim Aufsuchen der Vermissten Ansaugen aus der nahegelegenen Drau  Drei TLF übernahmen die Brandbekämpfung Spezialrettung eines Verunfallten aus großer Höhe